Vier Wochen Vegan!

So, wie versprochen mein Blog zur Ernährungsumstellung.
Wie ich Euch schon in meinem letzten Blog berichtet habe, habe ich vor ein paar Wochen einen besonders schlimmen Neurodermitis-Schub bekommen und dieser wollte einfach nicht besser werden.
Natürlich habe ich auch Kortison benutzt, aber das half nur kurz.
Ich war verzweifelt. Ich konnte nachts kaum schlafen vor Schmerzen und Juckreiz.
Ich googelte das Internet rauf und runter auf der Suche nach irgendwas, was mich aus dieser Hölle befreien konnte.

Bei meinen Internetrecherchen tauchte immer wieder eine junge Bloggerin auf, die über vegane Ernährung und Neurodermitis schreibt. Sie sagt selbst, dass sie durch die vegane Ernährung ihre Neurodermitis zum schlafen gebracht hat.
Da ich also immer wieder auf Blogs von ihr stieß, sprang ich über meinen Schatten und las sie.
Schon beim lesen merkt man, sie kennt sich aus und sie ist mit dem Herzen dabei. Sie macht auch tolle informative Videos, hat super Rezepte und tolle Tipps.
Hier mal die Links zu ihrem Blog und zu ihrer Internetseite.

Blog:
http://lythebeee.blogspot.de
Website:
http://www.eatcarelive.com

Lesen, staunen und lernen!

Hoch motiviert fing ich sofort an mich mit veganer Ernährung zu beschäftigen. Ich hab viel gelesen und mich in den Läden nach veganen Produkten umgeschaut.
Am 26.07. ging es dann los.
Die erste Woche war nicht leicht. Ständig hatte ich Hunger. Es war anfangs auch schwierig die entsprechenden Produkte zu finden. Doch nach zwei Wochen hatte ich den Dreh raus und finde nun in jedem Supermarkt die veganen Ecken. Ich lebte bisher nach dem Motto: was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Das funktioniert bei der veganen Ernährung aber nicht. So probierte ich nun endlich Gemüse und Obst, das ich noch nie gegessen hatte. Zum Beispiel Avocados und Süßkartoffel. Wirklich, ich hab sowas vorher nie gegessen. Ich habe mich allgemein sehr ungesund ernährt. Sehr viel Schokolade, Softdrinks, Fast Food, Fertigprodukte und vor allem Fleisch. Ich war nie ein großer Freund von Obst und Gemüse.
Doch ich merkte, da gibt es so viel Neues zu entdecken und ich bin damit noch lange nicht durch.
Mein Körper und meine Verdauung mussten sich allerdings erst an die Umstellung gewöhnen. Nach zwei Wochen hatte ich Durchfall. Im Nachhinein denke ich, dass war vielleicht auch eine Art Entgiftung, denn,…und jetzt komme ich endlich zu meiner Haut, sie wurde besser! Ich habe keine Wunder erwartet und meine Haut ist immer noch alles andere als schön, aber es hat sich deutlich was getan. Seht selbst auf meinem vorher-nachher-Bild von meinem Rücken:

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Und? Was sagt ihr? Die Wunden sind nahezu alle weg. Und das beste kommt noch: ich habe keine Creme benutzt! Über das „nicht eincremen“ berichte ich aber ein andermal.
Generell werde ich meinen Blog etwas abändern. Hauptsächlich wird es natürlich immer noch um die Neurodermitis gehen, aber ich werde auch viel über vegane Ernährung erzählen, vegane Produkte und was ich so alles koche.
Ich möchte anderen Betroffenen Mut machen und von meinen Erfahrungen berichten.
Noch zwei positive Nebeneffekte, die ich seit der Ernährungsumstellung bemerkt habe.
1. Seit ein paar Tagen schlafe ich endlich wieder durch.
2. Ich habe 3,5 kg abgenommen!

Ich kann nur sagen, ich bereue die Umstellung bis jetzt nicht. Ich werde weiter machen.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!
Eure Natsche

Vegan!

Hallo Ihr Lieben!
Jetzt hab ich schon länger nichts mehr von mir hören lassen, und dieser Blog wird eher ein kurzer.
Ein schlimmer Neurodermitis-Schub hat mich total in die Knie gezwungen und mich dazu veranlasst endlich aufzuwachen.
Lange, sehr lange habe ich mich stur gewehrt meine Ernährung umzustellen. Ich habe es einfach nicht eingesehen auf bestimmte Produkte zu verzichten. Doch dieser schlimme Schub hat mich dazu gebracht noch mal in mich zu gehen, nachdem ich auch mit meinen alt bewährten Methoden nicht mehr weiter kam. Wenn man über Neurodermitis liest, stolpert man ja immer wieder über das Thema Ernährung. Hellhörig wurde ich, als ich im Internet mehrmals auf Berichte stieß, in denen die Leute erzählten, dass sie durch Verzicht auf tierische Produkte die Neurodermitis in den Griff bekamen.
Gut, ich muss sagen, dass meine erste Reaktion „bullshit“ war, aber dann dachte ich mir, was hast Du zu verlieren? Probier es doch einfach aus, und wenns nicht hilft, dann lässt Du es eben wieder.
Gesagt getan! Am kommenden Samstag sind es vier Wochen ohne tierische Produkte. Wie es mir damit geht, erzähle ich Euch am Wochenende. Der Liebste zaubert mir nämlich gerade ein köstliches veganes Menü, das gerade fertig geworden ist. Nom Nom!
Bis bald!
Eure Natsche

Schminken mit Neurodermitis

Make-up ja oder nein? Eine Frage, die sich neurodermitisgeplagte Frauen häufig stellen. Dermatologen würden wahrscheinlich davon abraten. Vor allem wenn man Neurodermitis im Gesicht hat.
Was ist aber, wenn „Frau“ nicht darauf verzichten will? Oft wird dann ja zu Kosmetikartikeln aus der Apotheke geraten. Ich persönlich habe aber noch kein Make up in der Apotheke erworben, dass mich überzeugt hat. Teilweise war ich echt gefrustet deswegen, denn das Zeug in der Apo ist echt unverschämt teuer.
Und hier bestätigt sich es zumindest für mich mal wieder: „Teuer ist nicht immer besser“.
Mein absoluter Favorit derzeit ist dieses hier:

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Es kostet knapp 7€ und ich liebe es. Ich vertrage das Make-up sehr gut. Es trocknet meine Haut nicht aus und deckt sehr gut.
An Stellen wo ich etwas mehr Deckkraft benötige, benutze ich zusätzlich noch das hier:

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Das Döschen ist sehr klein und ist deshalb super für unterwegs. Den Puder, der da noch dabei ist, benutze ich zwar so gut wie nie, aber der Concealer ist toll.

Grundsätzlich gilt bei Make-up weniger ist mehr.
Bei Neurodermitisgeplagten macht Make-up die Optik manchmal noch schlimmer als ohne. Vor allem wenn die Haut mal wieder besonders trocken ist. In so einem Fall ist es natürlich besser ganz auf Make up zu verzichten.
Wenn ihr Make up auftragen wollt, dann solltet ihr vorher natürlich eine Feuchtigkeitspflege/Creme auftragen. Welche ich benutze, erfahrt ihr in einem meiner nächsten Blogs.

Grüße,
Eure Natsche

trockene Lippen

Ich leide Sommer wie Winter an trockenen Lippen. Mal mehr mal weniger schlimm. In letzter Zeit war es wieder sehr schlimm. Also habe ich mal wieder das Internet nach Produkten durchsucht und bin fündig geworden, aber dazu später mehr.

Man stößt bei der Suche im Internet natürlich wie immer auch auf viel Mist. Am besten finde ich ja den Tipp, die Lippen mit Honig zu bestreichen. Das mag vielleicht bei Menschen mit normaler Haut, mit leicht trockenen Lippen, vor allem im Winter, funktionieren, aber ich als Neurodermitiker kann darüber nur müde lächeln.

Was aber dem einen oder anderen von Euch helfen könnte, ist Protopic. Bei mir geht das leider nicht, denn ich bekomme sofort Herpes, wenn ich Protopic auf die Lippen schmiere. Die Lippen sind zwar relativ schnell wieder schön weich, aber dafür habe ich dann eben Herpes. Also wer mit Herpes keine Probleme hat, kann das ja mal versuchen. Aber bitte nur ganz sparsam auf die Lippen auftragen!

Leider bekomme ich auch von vielen normalen Lippenpflegestiften Herpes. Woran das liegt, weiß ich allerdings nicht. Es ist auch nicht bei allen so.
Nur leider helfen mir die meisten Pflegestifte auch nicht. Bei manchen habe ich das Gefühl, meine Lippen würden regelrecht davon trinken, werden dann noch trockener und schreien nach mehr.
Hier mal eine kleine Auswahl der Pflegestifte, die ich probiert habe:

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Oft ist es ja so, dass die günstigen meist genauso gut, wenn nicht sogar besser sind, als die teuren. Zum Beispiel der Lippenbalsam von Bübchen ist nicht zu verachten. Auch die Lip Butter von Labello ist sehr angenehm. Ich kann diese beiden gut mal zwischendurch verwenden. Doch so ganz reichen die für meine geschundenen Lippen nicht aus. Aber dann stieß ich bei meiner Internetsuche auf das hier:

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Der Lip Conditioner von MAC. Doch der Preis schreckte mich ganz schön ab. Stolze 16€ sollte er kosten.
Aber andererseits, wenn man überlegt wieviel Geld man schon für die anderen Lippenpflegestifte ausgegeben hat, zumindest ich, dann läppert sich da ganz schön was zusammen. Also gut, dachte ich mir, ich probier’s. Was hab ich schon zu verlieren? Außer 16€ 😉 .
Ich weiß nicht, ob ihr das auch kennt, wenn ihr in ein etwas gehobeneres Geschäft geht und gerade ausseht wie Quasimodo auf Urlaub. In den Müller geht man einfach schnell rein und wieder raus. Man braucht mit niemandem groß zu reden. Produkt der Begierde aus dem Regal nehmen zur Kasse gehen, zahlen und schnell weg. Doch MAC-Produkte gibt’s da nicht. Nein, da muss man schon woanders hin. Eben in so ein gehobenes Kaufhaus. Tja, und da liegen die Sachen nicht einfach im Regal, nein, man muss Kontakt mit einem dieser überdrehten Verkäufer aufnehmen, um das zu kriegen was man will. Dann verschwinden die kurz und holen Gott weiß woher endlich diesen Lip Conditioner. Puh! Ich weiß, man sollte sich nicht dafür schämen wie man aussieht, aber wenn man gerade so zerfleddert aussieht wie ich in diesem Moment, dann fühlt man sich einfach unwohl in so einem Ambiente.
Aber wenigstens hat es sich gelohnt. Der Lip Conditioner ist toll. Beim ersten mal auftragen dachte ich mir erst, hm, dass war alles? Kein Aha Effekt. Doch das täuscht. Die Pflege hält lange an. Man hat nicht das Bedürfnis, ständig nach zu schmieren oder sich über die Lippen lecken zu müssen, und am Abend waren meine Lippen schon deutlich weicher. Und es wird von Tag zu Tag besser. Es reicht bei mir, wenn ich die Pflege 2-3 täglich auftrage. Morgens, mittags und abends. Top! Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Noch ein kleiner Tipp, wenn eure Lippen besonders zerfleddert sind: Ein kleines Peeling mit der Zahnbürste wirkt oft Wunder. Am besten ihr nehmt eine Kinderzahnbürste. Die Köpfe sind kleiner und die Borsten nicht so hart. Die Bürste etwas nass machen und mit kreisenden Bewegungen über die Lippen fahren. Nicht zu fest rubbeln. Die meisten Schüppchen lassen sich so gut lösen. Danach die Lippen schön mit der für euch bewährten Pflege einschmieren.

So, dass war mein kleiner Roman über trockene Lippen.

Bis bald!
Natsche

Vorstellung

Hallo zusammen :-),

so nach langem hin und her wage ich es nun doch mal und schreibe meinen eigenen Blog. Ich hab so was noch nie gemacht, also seid nachsichtig mit mir 😉

Warum ich mich jetzt doch überwunden habe zu bloggen? Naja, nachdem ich jahrelang das Internet zum Thema Neurodermitis rauf und runter gegoogelt hab und nie wirklich das gefunden habe was ich eigentlich suche, nämlich Erfahrungen von Betroffenen, die authentisch sind und die mich ansprechen, dachte ich mir, ich versuche es mal selbst. Soll nicht heißen, dass es im Internet nichts gibt. Sicher gibt´s da reichlich, aber eben auch reichlich viel Mist. Am meisten ärgern mich die Erfahrungsberichte, in denen man erst wirklich was erfährt, wenn man das entsprechende E-Book der Person kauft oder die, die vollkommene Heilung versprechen, die es, wie alle Betroffenen wissen sollten, nicht gibt. Ich möchte einfach über meine Erfahrungen berichten, z.B. welche Cremes ich ausprobiert habe, gerade probiere oder noch probieren möchte, Allergien, Hautpflege, Tipps und Tricks, Make up (ja/nein/welches) usw.

Ich bin 35 Jahre alt und leide seit meinem ersten Lebensjahr an Neurodermitis. In meiner Kindheit hatte ich Neurodermitis vor allem sehr stark an den klassischen Stellen Hals, Arm- und Kniebeugen. In der Pubertät war sie zeitweise kaum vorhanden, und als ich auf die 30 zuging wurde sie schlimmer als je zuvor, obwohl es oft heißt, dass es um die 30 besser wird. Das kann ich leider in meinem Fall nicht bestätigen. Ich bekam Neurodermitis an Stellen, bei denen ich nicht wusste, dass man dort überhaupt Neurodermitis haben kann.

Ich freue mich über Leser, Kommentare und Kritik 😉

Natsche