trockene Lippen

Ich leide Sommer wie Winter an trockenen Lippen. Mal mehr mal weniger schlimm. In letzter Zeit war es wieder sehr schlimm. Also habe ich mal wieder das Internet nach Produkten durchsucht und bin fündig geworden, aber dazu später mehr.

Man stößt bei der Suche im Internet natürlich wie immer auch auf viel Mist. Am besten finde ich ja den Tipp, die Lippen mit Honig zu bestreichen. Das mag vielleicht bei Menschen mit normaler Haut, mit leicht trockenen Lippen, vor allem im Winter, funktionieren, aber ich als Neurodermitiker kann darüber nur müde lächeln.

Was aber dem einen oder anderen von Euch helfen könnte, ist Protopic. Bei mir geht das leider nicht, denn ich bekomme sofort Herpes, wenn ich Protopic auf die Lippen schmiere. Die Lippen sind zwar relativ schnell wieder schön weich, aber dafür habe ich dann eben Herpes. Also wer mit Herpes keine Probleme hat, kann das ja mal versuchen. Aber bitte nur ganz sparsam auf die Lippen auftragen!

Leider bekomme ich auch von vielen normalen Lippenpflegestiften Herpes. Woran das liegt, weiß ich allerdings nicht. Es ist auch nicht bei allen so.
Nur leider helfen mir die meisten Pflegestifte auch nicht. Bei manchen habe ich das Gefühl, meine Lippen würden regelrecht davon trinken, werden dann noch trockener und schreien nach mehr.
Hier mal eine kleine Auswahl der Pflegestifte, die ich probiert habe:

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Oft ist es ja so, dass die günstigen meist genauso gut, wenn nicht sogar besser sind, als die teuren. Zum Beispiel der Lippenbalsam von Bübchen ist nicht zu verachten. Auch die Lip Butter von Labello ist sehr angenehm. Ich kann diese beiden gut mal zwischendurch verwenden. Doch so ganz reichen die für meine geschundenen Lippen nicht aus. Aber dann stieß ich bei meiner Internetsuche auf das hier:

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Der Lip Conditioner von MAC. Doch der Preis schreckte mich ganz schön ab. Stolze 16€ sollte er kosten.
Aber andererseits, wenn man überlegt wieviel Geld man schon für die anderen Lippenpflegestifte ausgegeben hat, zumindest ich, dann läppert sich da ganz schön was zusammen. Also gut, dachte ich mir, ich probier’s. Was hab ich schon zu verlieren? Außer 16€ 😉 .
Ich weiß nicht, ob ihr das auch kennt, wenn ihr in ein etwas gehobeneres Geschäft geht und gerade ausseht wie Quasimodo auf Urlaub. In den Müller geht man einfach schnell rein und wieder raus. Man braucht mit niemandem groß zu reden. Produkt der Begierde aus dem Regal nehmen zur Kasse gehen, zahlen und schnell weg. Doch MAC-Produkte gibt’s da nicht. Nein, da muss man schon woanders hin. Eben in so ein gehobenes Kaufhaus. Tja, und da liegen die Sachen nicht einfach im Regal, nein, man muss Kontakt mit einem dieser überdrehten Verkäufer aufnehmen, um das zu kriegen was man will. Dann verschwinden die kurz und holen Gott weiß woher endlich diesen Lip Conditioner. Puh! Ich weiß, man sollte sich nicht dafür schämen wie man aussieht, aber wenn man gerade so zerfleddert aussieht wie ich in diesem Moment, dann fühlt man sich einfach unwohl in so einem Ambiente.
Aber wenigstens hat es sich gelohnt. Der Lip Conditioner ist toll. Beim ersten mal auftragen dachte ich mir erst, hm, dass war alles? Kein Aha Effekt. Doch das täuscht. Die Pflege hält lange an. Man hat nicht das Bedürfnis, ständig nach zu schmieren oder sich über die Lippen lecken zu müssen, und am Abend waren meine Lippen schon deutlich weicher. Und es wird von Tag zu Tag besser. Es reicht bei mir, wenn ich die Pflege 2-3 täglich auftrage. Morgens, mittags und abends. Top! Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Noch ein kleiner Tipp, wenn eure Lippen besonders zerfleddert sind: Ein kleines Peeling mit der Zahnbürste wirkt oft Wunder. Am besten ihr nehmt eine Kinderzahnbürste. Die Köpfe sind kleiner und die Borsten nicht so hart. Die Bürste etwas nass machen und mit kreisenden Bewegungen über die Lippen fahren. Nicht zu fest rubbeln. Die meisten Schüppchen lassen sich so gut lösen. Danach die Lippen schön mit der für euch bewährten Pflege einschmieren.

So, dass war mein kleiner Roman über trockene Lippen.

Bis bald!
Natsche

Vorstellung

Hallo zusammen :-),

so nach langem hin und her wage ich es nun doch mal und schreibe meinen eigenen Blog. Ich hab so was noch nie gemacht, also seid nachsichtig mit mir 😉

Warum ich mich jetzt doch überwunden habe zu bloggen? Naja, nachdem ich jahrelang das Internet zum Thema Neurodermitis rauf und runter gegoogelt hab und nie wirklich das gefunden habe was ich eigentlich suche, nämlich Erfahrungen von Betroffenen, die authentisch sind und die mich ansprechen, dachte ich mir, ich versuche es mal selbst. Soll nicht heißen, dass es im Internet nichts gibt. Sicher gibt´s da reichlich, aber eben auch reichlich viel Mist. Am meisten ärgern mich die Erfahrungsberichte, in denen man erst wirklich was erfährt, wenn man das entsprechende E-Book der Person kauft oder die, die vollkommene Heilung versprechen, die es, wie alle Betroffenen wissen sollten, nicht gibt. Ich möchte einfach über meine Erfahrungen berichten, z.B. welche Cremes ich ausprobiert habe, gerade probiere oder noch probieren möchte, Allergien, Hautpflege, Tipps und Tricks, Make up (ja/nein/welches) usw.

Ich bin 35 Jahre alt und leide seit meinem ersten Lebensjahr an Neurodermitis. In meiner Kindheit hatte ich Neurodermitis vor allem sehr stark an den klassischen Stellen Hals, Arm- und Kniebeugen. In der Pubertät war sie zeitweise kaum vorhanden, und als ich auf die 30 zuging wurde sie schlimmer als je zuvor, obwohl es oft heißt, dass es um die 30 besser wird. Das kann ich leider in meinem Fall nicht bestätigen. Ich bekam Neurodermitis an Stellen, bei denen ich nicht wusste, dass man dort überhaupt Neurodermitis haben kann.

Ich freue mich über Leser, Kommentare und Kritik 😉

Natsche